Aktuelles

Hier möchten wir Ihnen über unsere Ziele, Tätigkeiten und aktuellen Projekten in der Pneumologie berichten.

Pneumologische Versorgungsforschung


Die Versorgungsforschung untersucht die vorhandenen Strukturen, Prozesse und Ergebnisse der medizinischen Versorgung der Bevölkerung unter Alltagsbedingungen. Sie hat letztendlich das Ziel, zu untersuchen ob die vorhandenen Ressourcen optimal sind und gerecht verteilt werden und soll Versorgungsdefizite aufdecken.

Diesem Anspruch steht aber noch ein langer Weg an tatsächlich durchgeführter Versorgungsforschung gegenüber und deswegen engagiert sich hier das Institut für Lungenforschung e.V.

Das ILF strebt folgende Ziele zur Versorgungsforschung in der Pneumologie an:
- Stärkung und Unterstützung von pneumologischen Projekten zur Versorgungsforschung bundesweit
- Förderung der Kommunikation und des Meinungsaustauschs zwischen den einzelnen forschenden
  pneumologischen Einrichtungen, Fachgesellschaften, Ärzteverbänden, Arbeitsgruppen und Selbst-
  hilfeorganisationen von Lungenerkrankten Patienten
- Entwicklung von theoretischen und praktischen Konzepten, die die Qualität der Versorgungs- 
  forschung in der Pneumologie langfristig fördert

Dabei übt das ILF folgende Tätigkeiten in der pneumologischen Versorgungsforschung aus:
- Koordination und Organisation von Expertenmeetings und Workshops zu Themen der Versorgungs-
  forschung
- Planung, Entwicklung und Realisierung eines zentralen Datenbanksystems, welche hilft, die 
  pneumologischen Versorgungsforschung auf solide Daten zu gründen
- Etablierung von Qualitätssicherungsmaßnahmen unter Anwendung datenschutzrechtlicher
  Prinzipien, um die gesetzeskonforme Verarbeitung und Nutzung von Versorgungsdaten zu
  gewährleisten

Projekt Weaning (Beatmungsentwöhnung)

Das Projekt Weaning zur Versorgungsforschung umfasst die Entwöhnung vom Respirator (Weaning) bei langzeitbeatmeten Patienten. Dieses Projekt wird durch das ILF verantwortlich in enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. durchgeführt. Das zentrale Ziel ist die Entwicklung und Bereitstellung einer spezifischen Datenbank, um Parameter zur Beatmungsentwöhnung zu erfassen.

Dazu werden relevante Daten zur Struktur, den Prozessen und dem Outcome zum Weaning aus den klinischen Zentren gesammelt, welche Beatmungsentwöhnung durchführen und an dem Projekt teilnehmen. Neben der Erfassung und Pflege der Daten ist ein besonderer Schwerpunkt auch die wissenschaftliche Begleitung und Auswertung der gewonnenen Daten. Ein Teil dieser Daten soll so geartet sein, dass sie als Basis für eine strukturierter Qualitätssicherung in der Zukunft dienen können. Gleichzeitig liefern sie Informationen über die bundesweite Versorgung von Weaningpatienten, da in dem Register Daten zum Aufnahme- und Entlassungsmanagement enthalten sind.

Die bundesweiten Daten werden zentral beim ILF im Rahmen einer Datenbank zusammengeführt und in verschlüsselter (Pseudonymisierter) Form gespeichert, verarbeitet und genutzt.

Zeitplan des Projektes Weaning
- Start des Entwicklung des Projektes Juni 2008
- Aufnahme der ersten Weaning-Einheiten November 2008 (Pilot)
- Eröffnung des bundesweiten Weaning-Projektes Januar 2009
- Geplanter Verlauf des Projektes 10 Jahre

Projekt Seltene Lungenerkrankungen

Das Projekt Seltene Lungenerkrankungen zur Versorgungsforschung wird durch das ILF e.V. verantwortlich in enger Zusammenarbeit mit der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft für die Therapie von Lungenkrankheiten  e.V. (WATL) durchgeführt. Das zentrale Ziel ist die Entwicklung und Bereitstellung  einer spezifischen Datenbank, in die epidemiologischen Daten zu den seltenen Lungenerkrankungen erfasst werden können.

Das Register soll flächendeckend verlässliche Daten und Versorgungsaspekte zu Patienten mit seltenen Lungenerkrankungen liefern. Dabei wird die Erhebung von Fallzahlen, jährlichen Neudiagnosen, die Verlaufsprozesse zur Diagnosefindung und die Behandlung wie auch der Ort der kompetenten Behandlung von besonderem Interesse sein. Die Erhebung und Auswertung dieser Daten dient nicht nur zur Qualitätssicherung der bundesweiten Versorgung, sondern auch, um das Bewusstsein im Hinblick auf seltene Lungenerkrankungen bei Patienten, Ärzten, Verbänden, Krankenkassen und in der Politik zu verbessern. Durch dieses Projekt soll die Versorgung der Erkrankten durch Information im Rahmen von Öffentlichkeitsarbeit sowie durch Zugang zu Experten verbessert werden.

Die bundesweiten Daten werden zentral beim ILF im Rahmen einer Datenbank zusammengeführt und in verschlüsselter (Pseudonymisierter) Form gespeichert, verarbeitet und genutzt.

Zeitplan des Projektes Seltene Lungenerkrankungen
- Start des Entwicklung des Projektes Oktober 2008
- Geplante bundesweite Eröffnung des Projektes und Aufnahme der ersten Patienten in die
   Datenbank Juli 2009
- Geplanter Verlauf des Projektes 10 Jahre



Erstellung der Leitlinien in der Pneumologie


Leitlinien haben eine zunehmende Bedeutung in der Versorgung von Patienten. Sie liefern ein evidenzbasiertes Gerüst für Diagnose und Therapie. In den letzten 10 Jahren ist die Leitlinienentwicklung zunehmend standardisiert worden. Die wissenschaftliche Trägerschaft über die medizinischen Fachgebiete hat üblicherweise die AWMF (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichlen Medizinischen Fachgesellschaften e.V.), zu der auch die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. gehört.

Die Entwicklung einer Leitlinie beinhaltet die systematische Durchsicht und Bearbeitung aller Aspekte zu dem gewählten Thema. In der Folge müssen daraus wissenschaftliche Begründungen zu einzelne Entscheidungen und Empfehlungen unter Berücksichtigung praktischer Gesichtspunkte erfolgen. Die Empfehlungsstufen spiegeln die wissenschaftliche Aussagekraft bzw. den Aufwand der Erstellung der Leitlinien wider (S1-S3). Für die Entwicklung einer Leitlinie ist es weiterhin entscheidend, eine neutrale Auswahl der Experten aus unterschiedlichen Fachgesellschaften, Arbeits- und Patientengruppen wie auch Mitglieder der Leitlinienkommission zusammenzustellen und einzubeziehen. Alle diese Leitlinien haben ein Verfallsdatum mit einer üblichen Dauer zwischen 2 und 4 Jahren. Dann wird jeweils die Leitlinie wieder überarbeitet.

Die systematisierte Erstellung und Aktualisierung von Leitlinien bedeutet daher einen hohen logistischen Arbeitsaufwand. Hier liegt ein weiterer Schwerpunkt des Instituts für Lungenforschung e.V. 

Das ILF über folgende Tätigkeiten in der Entwicklung des Erstellungsprozesses von pneumologischen Leitlinien aus:
- Koordination und Organisation von Expertenmeetings und Workshops
- Planung, Entwicklung und Realisierung eines zentralen Datenbanksystems für die logistische
  Verwaltung der Dokumente und Literatur

Zeitplan des Projektes
- Beginn der Entwicklung eines zentralen Datenbanksystems und der logistischen Versetzung
  Juli 2008
- Geplanter Start März 2009
- Verlauf des Projektes unbefristet



Projekt-Vorankündigung:Support bei der Erstellung von Studienanträgen und Publikationen in der Pneumologie


Das Institut für Lungenforschung e.V. unterstützt Erstantragsteller bei der Ausarbeitung und Formulierung von Publikationen und Forschungsanträgen, wie z.B. DFG und BMBF.

Ziel dieser Hilfestellung ist die Beratung junger und weniger erfahrener Kolleginnen und Kollegen mit dem übergeordneten Ziel die pneumologischen Nachwuchswissenschaftler/innen Support und Motivation für Ihren Weg zu geben.

Wie wollen wir konkret helfen?
Durch Begutachtung der Anträge und Publikationen ggf. Mitarbeit durch erfahrenen wissenschaftliche und erfolgreiche Antragsteller.

Wer kann hiervon profitieren?
Alle Erstantragsteller für wissenschaftliche Forschung in der Pneumologie in Deutschland.

Der Beginn des Projektes wird hier auf der Website so bald wie möglich bekanntgegeben.